Tipps für Skifahrer
Ylläs ist schneesicher wie sonst nur die hohen Gletscher der Alpen. Die Wintersaison dauert fast ein Halbjahr, von November bis in den Mai. In schneearmen Herbstmonaten werden die Pisten schon mit Schneekanonen präpariert, da in dieser Zeit so gut wie täglich Minustemperaturen herrschen. Der erste Schnee fällt in Ylläs spätestens mit Ende September, eine permanente Schneedecke auf den Pisten liegt meist ab Oktober.
In der Polarnacht (kein Aufgehen der Sonne) von Anfang Dezember bis Mitte Januar sorgen Flutlichtanlagen für perfekt ausgeleuchtet Pisten, ganze 29 Abfahrten sind tagsüber bis in den Abend ausgeleuchtet, darunter die Täyspitkä mit 2600 Metern glitzerndem Skispass selbst inmitten der arktischen Nacht. Das Skifahren in der „Blauen Stunde“ während des Kaamos, der fast lichtlosen Zeit des Winters, ist ein unvergessliches Erlebnis für jeden Abfahrer. Die Schneetiefe im Winter beträgt mindestens einen Meter, und der Winter dauert hier heroben lange: Die meisten Finnen kommen noch bis Ostern und in den ersten Mai-Wochen zum Skifahren nach Ylläs, wo sich dann herrliche Abfahrten mit frühlingshaften Temperaturen zu einem einzigartigen Ski-Erlebnis verschränken.
Abfahrts-Tipps
Jättipitkä
Jättipitkä - zu deutsch „die ganz Lange“ - mit der unverdächtigen Pistennummer 463 ist eine Herausforderung für jeden Pistenkaiser, vor allem im oberen Teil. Diese Abfahrt auf der Südseite des Ylläs-Fjälls führt geradewegs vom Gipfel des Ylläs bis ganz hinunter an die Talstation der Gondelbahn und ist damit die längste Abfahrt in ganz Finnland!
Lännenleveä
Die Abfahrt mit dem klingenden Namen Lännenleveä - „der weite Westen“ - ist der Geheimtipp für jene Abfahrer, die ihre eben erworbene Sporen in der Kunst des Telemarkens oder Snowboardens auf einer präparierten Abfahrt vom Gipfel ausprobieren möchten. Spielraum gibt es hier genug, auf zweihundert Metern Breite bleibt genug Platz für erste, weite Schwünge, und das Gefälle ist moderat.
World Cup im Super G
In Ylläs finden Sie neben den Anfängerpisten nächst den Talstationen ganze 24 moderate und 6 anspruchsvolle Abfahrten. Die meisten davon bieten noch dazu die unvergleichliche Aussicht über die gesamte Fjäll-Landschaft von West-Lappland, schliesslich ist Ylläs der höchste Berg in weitem Umkreis. Wer auf der Super-G-Piste die engsten Schwünge steht, bekommt übrigens einen Hauch von Welt-Elite zu spüren, denn diese Abfahrt ist die einzige von der FIS anerkannte Super-G-Piste in ganz Finnland.
In den Tiefschnee, auf den Firn!
Wem erst im Tiefschnee das Skifahrer-Herz wirklich höher schlägt, der kommt bei den Off-Piste-Abfahrten vom Gipfel des Ylläs ganz sicher nicht zu kurz. Auf den Fjäll-Bergen mit ihren sanften Plateaus, die in steile Hänge übergehen, bilden sich kaum Schneebretter, die Lawinengefahr besonders im Hochwinter und bei beständigen Temperaturen unter Null ist relativ gering. Also nur hinaus ins Pulver, folgen Sie Ihrer eigenen Spur!
In wechselhaften Wetterverhältnissen und im Spätwinter und Frühjahr ist es dennoch angeraten, bei der Talstation Erkundungen über mögliche Lawinengefahr einzuholen.
