Die Fjälls
Auf zum beliebtesten Nationalpark in Finnland
Der Pallas-Yllästunturi Nationalpark ist der beliebteste und drittgrößte Nationalpark Finnlands. Wie das Rückgrat dieses Reservats nimmt sich die Kette der Fjällgipfel aus, sie ist mehr als 100 Kilometer lang. Die Flora im Pallas-Ylläs-Nationalpark ist überbordend und vielseitig. Die stattlichsten Pflanzen gedeihen in scharfen Talschnitten und nahe dem Quellsprung. Übermannsgross wachsen dort die Engelwurz und der Milchlattich, der weiche Boden ist von Straussenfarn bedeckt, und massive Fichten gebieten Respekt. Auf den Heiden gedeihen so exotische Früchte wie die Rauschbeere, die Alpenbeerentraube und die Moosheide, von saftigen Wiesen leuchtet purpurn das Knabenkraut. Die Fauna steht dieser Vielfalt in nichts nach, zur Brutzeit lassen sich 130 verschiedene Vogelgattungen beobachten. Der alte Forstbestand ist Zuflucht und Herberge für Steinadler und Auerhahn, Seltlinge wie den Dreizehenspecht und den Unglückshäher. Ein Rentier sehen? Das ist noch jedem Besucher von Ylläs geglückt! Die anderen grossen Landtiere des Nordens erspäht der Geduldige: Weidet dort nicht eine Elchkuh in den Sümpfen? Zur rechten Zeit im Herbst lässt sich in kahlen Höhen ein Luchs ausmachen, im Moos gar der Abdruck eines Bären. Vielleicht hat sich zum Wanderer ein neugieriges Hermelin gesellt, das den Lemmingen nachstellt.
Der Fjäll Yllästunturi - wobei das Wort tunturi für Berg steht - ist mit einer Höhe von 719 Metern über dem Meer das eindeutige Wahrzeichen unserer Region. Auch wenn die Höhe nicht zu eindrucksvoll erscheint, so ragt sein von Moränengestein geformter Gipfel doch 500 Meter über der umgebenden Landschaft, an klaren Tagen reicht die Sicht bis weit nach Schweden im Westen und zum Levi-Fjällgebirge im Osten, über 100 Kilometer weit. Die umgebende Fjällkette mit ihren sieben Gipfeln birgt, je nach gewählter Route, Herausforderungen für den erfahrenen Alpinisten gleichwohl wie die Möglichkeit, einen Gipfelsieg mit Kindern zu erringen. Und das Naturzentrum Kellokas in Äkäslompolo am Fusse des Fjälls bringt dem Besucher auf anschauliche Weise Geologie und Geschichte dieses Gebiets näher. Oder wussten sie, dass die Form der Tunturiberge aus der letzten Eiszeit stammt, als riesige Gletschermassen ein alpenähnliches Massiv so weit abschliffen, dass heute nur noch einige Moränenhügel - die Fjälls - in die Höhe ragen?





